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Bun Bo Nam Bo

Bun Bo Nam Bo

Bun Bo Nam Bo Rezepte gibt es viele im Internet, aber selten sind sie wirklich glutenfrei (auch im Restaurant nicht).
Für ca. 3 Personen, Kochzeit 1 halbe Stunde

Zutaten

500g Rinder-Hackfleisch
300g Reisnudeln, Typ „Bun“ (feine Nudeln)
1 Kofpsalat oder Romasalat
1 Salatgurke
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
1 kleiner Bund Koriandergrün
1 kleiner Bund Shiso (Perilla frutescens, sieht aus wie Melisse mit rot-schwarzen Blatt-Unterseiten)
1 Variante: kleiner Bund Zitronenmelisse oder Minze oder Thai-Basilikum oder Vietnamesische Koriander (Persicaria odoratum)
Reisessig, glutenfrei (es gibt leider auch Reisessig mit Weizen)
Fischsoße, Nam Pla, glutenfrei (auch hier auf glutenfreiheit achten)
Sojasoße, glutenfrei (normale Sojasoße enthält Weizen)
Zitronensaft (eventuell auch Limettensaft)
3 EL Zucker
Sesamöl (eventuell auch etwas Erdnussöl und Chiliöl)
gehackte Erdnüsse
etwas Chilipulver oder Cayenne-Pfeffer
eventuell Variation zusätzlich mit frischen Sojasprossen und geraspelter Möhre

Vorwort

Wir haben inzwischen in verschiedensten Restaurants Bun Bo Nam Bo gegessen und jeder macht es etwas anders. Koriandergrün war immer dabei, die anderen Kräuter variierten.
Man kann im Restaurant nicht genug vorsichtig sein, weil manche auch, wie in diesem Rezept, normale Sojasoße zum marinieren verwenden und Reisessig mit Weizen und zum Schluss noch frittierte Zwiebeln aus dem Beutel darüber streuen, die erfahrungsgemäß mit Weizenmehl bestaubt sind, damit sie schön bräunen. Sogar Fischsoße hatten wir schon mit Weizen versetzt gesehen. Und zu guter Letzt können auch noch die gehackten Erdnüsse mit Gluten kontaminiert sein. Auf die Frage im Restaurant, ob es denn auch glutenfrei sei, hatten wir öfter schon die Antwort bekommen: „Ja ja, alles ohne Glutamat!“. Also macht man sein Bun Bo Nam Bo am besten selbst.

Zubereitung

Die Reisnudeln in einen Topf geben, mit kochendem Wasser übergießen, etwas Reisessig und Salz dazu und zugedeckt stehen lassen.

Die Zwiebel klein hacken und in einer Pfanne mit Sesamöl (eventuell mit etwas Erdnussöl und Chiliöl) leicht anbräunen. Das Hackfleisch dazugeben und verteilen und nicht anbraten, sondern bei kleiner Hitze „grau“ garen. 2 klein gehackte Knoblauchzehen dazugeben, ein paar Spritzer Fischsoße und eben so viel Sojasoße und gut in der Pfanne verrühren und abschmecken. Deckel auf die Pfanne und auf kleinster Stufe ziehen lassen.

Salat klein schneiden, waschen und in tiefen Tellern verteilen. Eine halbe Gurke waschen und über die Teller hobeln. Die Kräuter waschen und klein schneiden (dicke Stiele entfernen), Chili waschen und klein schneiden und beides beiseite stellen.

Nuoc Nam Soße zubereiten.
Dazu möglichst heißes Wasser (aus dem Wasserhahn) in einen Messbecher füllen bis ca. 1 halben Liter. Die 3 Esslöffel Zucker dazu und gut umrühren. Dann so viel Reisessig und Zitronensaft dazu, bis es angenehm süß-sauer ist. Mit der Fischsoße würzig abschmecken, dann entweder 1 Knoblauchzehe kleingehackt dazu oder Knoblauchpulver, und etwas Chili- oder Cayenne-Pulver (etwas frischer Chili geht auch). Diese Soße würzt danach die Nudeln und den Salat.

Die Reisnudeln in ein Sieb abgießen, kurz kaltes Wasser darüber und auf die Teller verteilen, das Fleisch mit Bratensaft) auf die Teller verteilen.

Da nicht jeder alle Kräuter (besonders Koriander) und den scharfen Chili mag, diese nicht gleich mit dem Salat mischen sondern zusammen mit den Erdnüssen auf den Tisch anrichten und sowohl Fischsoße als auch Zitronen- oder Limettensaft zum nachwürzen dazu stellen. Die Nuoc Nam Soße wird ebenfalls bereitgestellt. (jeder nimmt nach Bedarf)

Nachwort

Zu den Kräutern gibt es verschiedene Varianten, oft wird nur Koriandergrün in Schnellrestaurants verwendet, aber echte Vietnamesen achten darauf, dass mindestens das eine oder andere Kraut zusätzlich dabei ist. Koriander muss immer sein, das ist hervorstechend und ohne geht es nicht. Auf Shiso würde ich sehr ungern verzichten, da es ein markantes Aroma hat. Shiso gibt es inzwischen doch öfter in Asia Märkten und Minze oder Melisse findet man auch immer, wobei es mit dem Vietnamesischen Koriander schlechter aus sieht.
Man kann diese Kräuter aber auch selbst züchten, wie uns ein stolzer vietnamesischer Restaurantinhaber vorführte. Solange aber Koriandergrün dabei ist, schmeckt es trotzdem.
Das Gericht charakterisiert sich eigentlich vom vielen Grün, den Nudeln und dem würzigen Fleisch, sowie der Nuoc Nam Soße.
Wir hatten es mit feinen Scheiben von Rindfleisch versucht aber es wurde jedes Mal zähl, also nehmen wir Rinderhack.
Fehlen eigentlich noch die frittierten Zwiebeln.
Zwiebeln brauchen ohne Mehl einige Zeit, bis sie gleichmäßig goldbraun sind. Wer Lust und Laune hat, kann sich die Mühe machen, aber es schmeckt auch ohne diese bereits sehr gut.
Als Wein würde ich einen fruchtigen Weißen empfehlen, der nicht zu schwer ist.
Als Nachtisch wurde oft frisches Obst, kleingeschnitten, serviert.

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